Fünf Fragen am Fünften

Fünf Fragen am Fünften – Mai 2018

Schreiben wollte ich doch. Diesen Blog mal langsam mit Leben füllen, aber irgendwie kommt mir der Alltag zu gerne dazwischen. Umso erfreuter war ich, als ich bei Luzia Pimpinella aka Nic die Kategorie Fünf Fragen am Fünften fand. Fünf Fragen jeden Monat – ein bißchen was zum Nachdenken, zum Schreiben und zum (sich selber) kennenlernen. Alles weitere an Infos findet ihr auf Nic´s Blog, den ihr euch anschauen solltet, weil da gibt es – im Gegensatz zum momentanen Stand hier – viel spannendes zu entdecken. Damit sich das hier dann auch mal ändert lege ich mal mit den Mai-Fragen los.

1.Würdest du einen Teil deiner Intelligenz gegen ein sensationelles Aussehen eintauschen?

Vielleicht liegt es an der Altersweisheit, die sich langsam einstellt, vielleicht an der Erziehung, aber die Antwort ist hier definitiv: Nö. Von überall wird man medial angeschrien, dass man jung, dynamisch und sportlich zu sein hat und was soll ich sagen: es nervt. Je älter (und selbstsicherer?) ich werde, desto mehr ist es mir egal, was ich denn im Auge von Firmen/Medien alles so zu sein habe. Das ist nicht immer leicht. Auch ich bin schon vom Einkauf mit irgendeinem Protein-Shake zurück gekommen, der dann in meiner Kücher versauerte. Die Idee von einem fitten Körper war dann doch nicht stärker als der ätzende Geschmack.

Sensationelles Aussehen (was heißt das eigentlich?) hilft sicher an manchen Stellen, aber das sind nicht die, die in meinem Leben relevant sind. Mein Aussehen hat mir noch nie die Steuererklärung gemacht. Mein Abi auch nicht. Oder hat ne fiese Excel-Formel für mich hingekriegt, die große Probleme löst. Mein Hirn hat das alles allerdings hingekriegt. Und nebenbei sagt es mir immer öfter, dass es okeh ist, ich zu sein. Mit unsensationellem Aussehen und Fehlern und all dem Schnickschack.

2.  Wann hast du zuletzt einen Sonnenaufgang betrachtet?

Wenn ich ehrlich bin, ist diese Frage die, die mich überzeugt hat, das hier anzufangen. Weil die Frage eine Erinnerung getriggered hat, die sehr schön ist und die ich aufschreiben mag. Der letzte Sonnenaufgang, den ich mir angeschaut habe, liegt ca. 2,5 Jahre zurück und ich hab ihn nicht alleine angeschaut, sondern mit dem bestesten dude der Welt. Es war 3 Wochen nach unserem ersten Treffen (#senhnsucht) und zum ersten Mal in Regensburg. Ganz in der Früh sind wir los, er hat mir nen Eimer Tee gemacht und mit dem Elan von Frischverliebten kraxelten wir zu einem Studentenwohnheim und schauten uns von deren Dachterrasse den Sonnenaufgang an. Arschkalt, aber egal, weil: Tee und er. Vorallem er. Hach….

3. Wenn du zurück denkst, welcher deiner Geburtstage hat dir am besten gefallen? 

Ich bin kein Fan von meinen Geburtstagen, aber das ist den Menschen um mich herum glücklicherweise egal und sie bescheren mir regelmäßig schöne Tage gegen meinen Willen. Es gibt sehr erinnerungswürdige Geburtstage (Stichwort: total besoffen Menschen dazu zwingen, mit Gurken anzustoßen und unter nem Bad Religion-Poster aufwachen), sehr gechillte Geburtstage, aber nix, das hier jetzt die Frage wirklich beantwortet.

4. Was entscheidet beim ersten Kennenlernen, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?

Die Summe der einzelnen Teile. Ist die Person kreischig, aufdringlich und eher so der Typ Showmaster einer ZDF-Schlagersendung? Dann wird das mit uns wahrscheinlich nichts. Auch die Too-much-information-Menschen sind nicht mein Ding. Ich mag Leute in Ruhe kennenlernen. Auch, wenn sie mich sofort lachen machen und ich sie gegen meinen sonstigen Habitus an mich drücken und nächtelang mit ihnen reden will.

5. Was machst du an einem Tag, der einfach nur für’n Arsch ist? Also, um dich aufzumuntern?

Zum einen schätze ich Kack-Laune. Muss mal sein. Kann ich auch regelrecht zelebrieren, weil ich zur Liga der außergewöhnlichen grumpy old man gehöre. Mit Stolz. Da darf so´n Tag auch mal für den Arsch sein. Mit rumgrummeln, in der Betthöhle verkriechen und grunzen. Wenn das langweilig wird, heitern mich Bier und mittlerweile mein Garten auf. Und Musik. Musik muss sein.

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1 Comment

  • Reply
    Fünf Fragen am Fünften - die Juni Edition bei Stuff & Food
    05/08/2018 at 5:46 pm

    […] Nic´s „Fünf Fragen am Fünften“ – Reihe für mich (Die Mai-Edition findet ihr hier). Dass ich das noch erleben darf…schnüff. Ohne Schmarrn, es macht Spaß, dieses […]

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